8 Tipps für ein gelungenes, kreatives Anschreiben - Praxiskiste
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8 Tipps für ein gelungenes, kreatives Anschreiben

Der erste Satz muss sitzen – das gilt für eine Bewerbung in der Medienbranche noch mehr als bei den meisten anderen Jobs. Außerdem wichtig: ein kreatives und gleichzeitig schlichtes Layout. Die Balance zu finden, ist hier die Kunst. Lisamarie Haas gibt acht Tipps für ein gelungenes Anschreiben.

 

#1 Das Layout

Statt weißem Hintergrund und schwarzer Schrift bieten sich für ein kreatives Anschreiben eine leichte Schattierung in einer gedeckten Farbe und eine dunkelgraue Schrift an. Außerdem kann mit einer Kopfzeile gespielt werden, in der Name, E-Mail-Adresse und Anschrift des Bewerbers gleich klar erkenntlich sind und so auch schnell wiedergefunden werden. Wichtige Zeilen, wie beispielsweise die Betreffzeile und die Informationen über den Bewerber in der Kopfzeile, können farblich hinterlegt werden, um den Fokus auf die relevanten Punkte zu lenken. Wichtig ist: grelle Farben und ausgefallene Schriften sind fehl am Platz, denn es gilt, das richtige Maß zu finden.

 

#2 Die Schriftart

Zwei verschiedene Schriftarten genügen vollkommen! Der Textkörper des Anschreibens sollte in einer Schriftart gehalten werden. Für Überschriften oder Hervorhebungen können jedoch auch Fettschrift oder Großbuchstaben verwendet werden.

 

#3 Die Daten

Was gehört in das Anschreiben? Zunächst einmal kommen in den oberen Teil die eigenen Daten, wie Name, E-Mail-Adresse, Anschrift und Telefonnummer. Außerdem sollte hier die Anschrift des Hauses, bei dem man sich bewirbt, platziert werden. Außerdem darf das aktuelle Datum nicht fehlen.

 

#4 Der erste Satz

»Hiermit bewerbe ich mich …« – Dieser Satz ist für eine Bewerbung, die auffallen soll, tabu. Denn auf welche Stelle man sich bewirbt, entnimmt der Personaler der Betreffzeile. Deshalb gilt es, mit einem kreativen ersten Satz einzusteigen. Beispielsweise eignet sich für die Bewerbung bei einem Verlag das Lieblingszitat eines berühmten Schriftstellers. Bei einer Bewerbung im Pressebereich könnte eine kurze Anekdote als Einstieg dienen über das Gespräch mit Menschen, die den Print-Journalismus als »fast schon tot« betrachten – um dann klarzumachen, dass man selbst definitiv noch Hoffnung hat.

 

#5 Welche wichtigen Punkte müssen enthalten sein?

Das Anschreiben muss das Interesse am Job ganz deutlich herausstellen. Welche vorausgehenden Erfahrungen qualifizieren den Bewerber für die Stelle? Was hebt den Bewerber möglicherweise von anderen ab? Warum soll es genau diese Stelle sein und nicht eine andere? Was stellt sich der Bewerber unter der Stelle vor? Was möchte man zum Beispiel in einem dreimonatigen Praktikum erreichen (etwa spezifische Erfahrungen sammeln und die Mitarbeiter in allen Bereichen unterstützen, um einen breiten Blick auf die Arbeit zu bekommen)? Außerdem ist es wichtig, sich gründlich über das Unternehmen zu informieren. Das sollte sich dann auch in der Bewerbung widerspiegeln.

 

#6 Konjunktiv vermeiden

»Würde, könnte, …« – in einem gelungenen Anschreiben ist der Bewerber von sich überzeugt und verwendet deshalb keinen Konjunktiv. »Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören« ist also kein guter Schlusssatz. Der Bewerber sollte sich sicher sein, dass er die Personalabteilung überzeugt hat: »Ich freue mich auf Ihre Antwort und komme gerne zu einem persönlichen Gespräch vorbei.«

 

#7 Stimmigkeit

Wer sich bei einem kleinen Start-Up-Unternehmen bewirbt, das sich selbst als jung und locker darstellt, kann die Bewerbung etwas bunter und auch inhaltlich lockerer gestalten. Wer sich allerdings für einen Job in der Presseabteilung einer großen, traditionsreichen Firma bewirbt, sollte weniger durch große Witze als durch Originalität und einen gekonnten Schreibstil auf sich aufmerksam machen. Auch das Layout sollte der Stelle und dem Unternehmen angepasst sein.

 

#8 Begeisterung zeigen

Das Anschreiben ist das erste, was ein Personaler in den Händen hält. Deshalb ist es unerlässlich, sich in diesem Brief von seiner besten Seite zeigt und klar zu macht, wie sehr man für die Stelle brennt – denn der Lebenslauf und die Arbeitsproben, die detailliert die Erfahrung und das Können zeigen, werden erst später gelesen. Wer also mit seiner Begeisterung für die Stelle punkten kann, hat den ersten Schritt der Überzeugung bereits getan.

 

Lisamarie

Lisamarie Haas – Die Studentin der Medienwissenschaft und Literatur ist zwischen Journalismus, PR und Sportpublizistik unterwegs. Wenn sie dann noch Zeit hat, reist sie am liebsten durch die Welt.

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