Praxiskiste | Prokrastination – 10 Tipps, um endlich anzufangen
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Prokrastination – 10 Tipps, um endlich anzufangen

Prokrastination, auch liebevoll »Aufschieberitis« genannt, ist vor allem bei Studenten weit verbreitet. Ob es nun um Klausuren geht, Hausarbeiten oder sonstige Abgaben: Irgendwie erledigt man es immer in letzter Sekunde. Das kostet vor allem Nerven. Aber wie schafft man es, diese »Krankheit« zu heilen? Wie könnt Ihr Euch dazu bewegen, endlich mal rechtzeitig anzufangen? Es gibt ja immer eine Ausrede: Ich muss noch das Geschirr spülen, das Wetter ist zu heiß, das Wetter ist zu kalt, morgen fange ich an. Hier bekommt Ihr zehn Tipps, damit Ihr Euch vor der nächsten Abgabe hoffentlich etwas früher aufraffen könnt.

 

#1 Tatsächlich nach dem »Geschirrspülen« anfangen

Es ist völlig in Ordnung zu sagen: »Das mache ich noch und dann fange ich endlich an.« Doch Ihr MÜSST dann auch wirklich anfangen. Schaut in Ruhe die eine Folge Eurer Lieblingsserie zu Ende, hängt Eure Wäsche auf – aber das muss dann auch wirklich Eure letzte Tätigkeit sein, bevor Ihr mit der Arbeit loslegt.

 

#2 Handy weg

Wir lassen uns alle gerne ablenken. Es kommt eine Facebook-Nachricht rein oder die beste Freundin schreibt auf Whatsapp. Legt das Handy bewusst mal weg. Oder: Schaltet das Internet aus! Es gibt auch ein paar Tools, die Euch dabei helfen können. »Forest – Stay Focused« ist beispielsweise eine App, die Euch davon abhält, mal wieder Candy Crush zu spielen, wenn Ihr keine Lust auf Arbeiten habt. Dabei pflanzt man einen Baum in der App, der dann die nächsten 30 Minuten seine volle Pracht entfaltet – vorausgesetzt man verlässt die App nicht. In der History-Funktion könnt Ihr nachschauen, wie erfolgreich Ihr als Forstbesitzer seid. Das erzeugt ein kurzfristiges Erfolgserlebnis und unterstützt Euch auf lange Sicht dabei, konzentrierter zu arbeiten.

 

#3 Auch am Laptop gefährliche Seiten geschlossen lassen

Nicht nur die Benachrichtigungen am Handy lenken ab. Vor allem, wenn man gerade am Laptop eine Hausarbeit schreibt oder recherchiert, kommt man in Versuchung, schnell Facebook, Twitter oder sonstige Websites zu checken. Mit dem Programm »SelfControl« für Mac oder »Cold Turkey« für Windows gehört das der Vergangenheit an! Hier könnt Ihr bestimmte Webseiten für eine gewisse Zeit sperren, sodass Ihr nicht in Versuchung kommt, draufzugehen und dort dann womöglich eine Weile hängenzubleiben.

 

#4 Gönnt Euch bewusst Pausentage

Es ist viel leichter, mit der Arbeit anzufangen, wenn man sich auch bewusst Pausentage gönnt. Also nicht einfach sagen: »Ach, morgen fang ich damit an.« Stattdessen immer denken: »Ok, heute möchte ich das nicht mehr machen. Das ist jetzt mein persönlicher Pausentag. Aber morgen werde ich damit anfangen.« Klingt vielleicht nicht so anders, als der Satz davor, aber glaubt mir: Es wirkt Wunder. Sollte es Euch trotzdem immer wieder passieren, dass aus den Pausentagen Pausenwochen werden, ist der nächste Tipp ganz wichtig …

 

#5 Ernennt Euren persönlichen »Prokrastinationsdoktor«

Das kann eine Freundin oder ein Freund sein, der Partner, die Eltern, Geschwister oder sonst irgendjemand, zu dem Ihr einen guten Kontakt pflegt. Diese Person wird dann angewiesen, einen immer wieder zu fokussieren. Anrufe, SMS, E-Mails. Terror auf höchstem Niveau! Manchmal tut es aber wirklich richtig gut, jemanden zu haben, der einen an der Hand nimmt und sagt: »Pass auf. Du machst jetzt das und das.«

 

#6 Macht Euch einen Lernplan

Schreibt auf, was Ihr bis wann erledigt haben möchtet. Es hilft, zu visualisieren, wie man vorgehen möchte. So habt Ihr auch die Möglichkeit, eine große, scheinbar unmögliche Aufgabe in kleine, gut zu meisternde Teile zu zerlegen. Ihr seht so vor allem auch, was Ihr schon geschafft habt und nicht nur, was Ihr noch alles machen müsst. Und der oben genannte »Prokrastinationsdoktor« kann Euch dabei helfen, den Plan einzuhalten.

 

#7 Belohnt Euch ab und zu selbst

Nicht nur Hunde bekommen gerne Leckerlis, auch wir Menschen werden gerne belohnt. Unterschätzt die Wirkung einer kleinen Belohnung nicht! Setzt Euch ein gewisses Ziel, zum Beispiel: »Wenn ich bis heute Abend vier Seiten geschrieben habe, gönne ich mir eine Pizza beim Lieblingsitaliener.« Eine Belohnung kann auch sein, mit ein paar Freunden ein Bierchen trinken zu gehen. Hier dürft Ihr aber bitte nicht übertreiben! Sonst wird das am darauffolgenden Tag nichts mit dem Weiterarbeiten.

 

#8 Beginnt mit der unangenehmsten Aufgabe

Das, was Euch Spaß macht, werdet Ihr meistens so oder so hinbekommen. Packt den Stier aber einfach mal bei den Hörnern. Ihr werdet staunen, was für ein tolles Gefühl es ist, das Schlimmste schon vom Tisch zu haben.

 

#9 Denkt immer positiv

Unsere Gedanken haben sehr viel Macht über uns. Wenn Ihr kurz vorm Verzweifeln seid und nicht mehr weiter wisst, dann lächelt und sagt Euch selbst: »Ich schaffe das!« Es ist nicht immer einfach, sich aus dem Loch rauszuziehen, bevor man in die Prokrastination verfällt, aber positive Gedanken sind der erste Schritt in die richtige Richtung!

 

#10 Gebt nie auf!

Das ist wohl der wichtigste Tipp. Es gibt leider kein Geheimrezept, das man einfach befolgen kann und zum Erfolg führt. Jeder muss für sich herausfinden, wie er es schafft, nicht aufzugeben. Manche schaffen es von selbst, mit Hilfe der oben genannten positiven Gedanken, andere brauchen etwas Unterstützung von ihrem »Prokrastinationsdoktor«. Auf welche Art und Weise Ihr es macht, ist zunächst völlig egal. Hauptsache, Ihr findet einen Weg, nie aufzugeben.

 

 

julija

Julija Kruslin – Die Studentin der Medienwissenschaft und BWL-Büfflerin im Nebenfach möchte gerne irgendwann auf die ganz große Medienbühne. Ob Radio oder Fernsehen – das wird sich noch herausstellen. Bis dahin vertreibt sie sich die Zeit mit Musik und gutem Essen.

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